Mittwoch, 19. Dezember 2012

Tag 50 - von Maui nach Big Island Hawaii


Das ist einer der hübschen Vögel, mit denen wir die Inseln abhüpfen. Diesmal ging es von Maui nach Big Island. Das ist nicht nur die größte Insel, sie ist auch doppelt so groß wie alle anderen zusammen. Mal eben rumfahren geht da nicht. Die beiden großen Vukane sind über 4000 m hoch, ohne Pacific wären sie die höchsten Berge der Welt. Das Topziel auf Big Island ist aber der Vulkano Nationalpark. Hier wollen wir unbedingt fließende Lava sehen.
Also haben wir eine Bleibe in der Nähe ausgesucht, im Urwald und nicht an den Stränden der Westküste. Das sieht allerdings diesmal nach Abenteuer aus. Die Straße führt meilenweit durch den Dschungel, kein Mensch und kein Haus zu sehen. Dann finden wir unser Rainbow Retreat Center mitten in der Wallachei.
Es ist sehr einfach, aber groß. Es gibt einen schönen, wilden Garten und sogar einen Pool. Und wir bekommen endlich auch mal wieder Frühstück. Na, das werden interessante 3 Tage.Wie immer nutzen wir den ersten Tag, um die Gegend zu erkunden. Mit unserem neuen schwarzen Flitzer geht es nach Süden. An dieser Küste fließt seit Jahzehnten Lava ins Meer. Die Küste sieht beeindruckend wild aus. (Oben am Baum der kleine Fleck ist Nina). Wir fahren bis zum Ende der Straße, hier beginnt das Lavafeld, Betreten verboten.
Auf diesem Teil der Insel gibt es eine Aussteigerszene, wie es sie wohl zur Hippizeit in Indien gegeben hat. Am Ende der Straße ist Bambule, es gibt da so eine Art Kommune mit einem Guru namens Georg. Dessen Thesen (wie üblich Toleranz, alle lieben alle usw.) auch angeschlagen sind. Immer Mittwochs gibts Jahrmarkt mit Musik, vielen Verkaufsständen und Essen. Wir haben wieder mal Glück und platzen da rein. Freitags ist wohl mehr Besinnlich dran, mit Vortrag und Gebet. Von diesem Platz kann man bei Dunkelheit in der Ferne die Lava glühen sehen. Heute aber ist das Wetter zu schlecht. Also suchen wir Trost bei Schrimps in Kokosnussmantel, Krabbenpastete, Bratnudeln und zwei, drei kühlen Longboard Lager Beer. Wir sehen uns morgen am Vulkan. G&A

PS: Gute Nacht Video aus dem Fenster gegen 10 PM:
 

Dienstag, 18. Dezember 2012

Tag 49 - Sliding Sands Trail - Maui Hawaii







 
Da ist er, unser Hausberg. Und heute ganz ohne Wolken. Wir haben echt Glück, das kommt nicht so oft vor. Also Rucksack packen, warme Sachen mitnehmen und ab geht's. Es sind mindestens 70 km, davon 50 schöne kurvige Bergstraße bis zum Gipfel. Der Haleakala, das bedeutet Haus der Sonne, ist der größte ruhende Vulkan der Erde. 3055 m hoch, wenn man den Pacific ablassen würde, wäre es ein Achttausender. Auch der Krater selbst ist recht ordentlich. 11 km lang und 100 m tief, auch einer der größten der Welt.

Mit dem Auto kann man bis ganz oben fahren. Unsere Tour führt vom Rand in den Krater. Also wieder eine dieser Erst runter, dann wieder hoch-Touren. dafür sind es nur paar Kilometer und 4 Stunden.Oben angekommen ist es recht kühl und es weht ein scharfer Wind. Wir steigen etwa 300 m ab und klettern auf einen der kleinen Vulkankegel innerhalb des alten Krater, der heißt  Ka Luu o ka Oo. Keine Ahnung was das heißt, klingt aber doch schön.




Die ganze Gegend sieht aus wie eine Mondlandschaft. Lava und Asche in rot, schwarz, braun oder auch mal ganz hell. Danach steigen wir noch mal nach ganz oben, zum Gipfel. Da ist ein Obsevatorium drauf. Die Aussicht rundherum ist phantastisch, aber auf Fotos kommt das nicht so rüber. Man kann die anderen Hawaii-Inseln sehen, deren Berge durch die Wolken gucken.
Zum Schluss nochmal ein Video von ganz oben. Auf dem kann man zum Schluss sogar eine orginale White-Vulcan Witch sehen. Sehr selten.
G&A





Tag 48 - Pipiwai Trail - Maui Hawaii

Nachdem wir auf der regnerischen Garteninsel Kauai zwei sonnige Wandertage hatten, gab es heute auf der Sonneninsel Maui einen Regentag. Genauer gesagt hatte unser Haleakalar seinen Dreitausentmeterkopf in den Wolken. Wir sind mitten durch den Regenbogen (Fotobeweis oben) hochgefahren, aber da gab es waagerechten Regen und keine Aussicht auf Besserung. Das müssen wir nun nicht haben. So wurde es nichts mit der geplanten Tour in den Krater, das werden wir morgen versuchen. Unten war das Wetter okay. So sind wir nach Hana gefahren, das ist an der Westküste, knapp 100 km weit weg.
Die Straße nach Hana ist für jeden Fan kurviger Panaromastraßen eine reine Freude. Sie hält mit 617 Kurven und 54 Brücken einen Rekord in dieser Disziplin. Manchmal geht es durch dichten Dschungel, meißtens aber an der Steilküste entlang. Mindestens an jeder dritten Brücke gibt es einen Wasserfall zu sehen. Da es in den Bergen regnet (oder stark geregnet hat) sind die Flüsse und Bäche brechend voll und die Fälle sehen besonders spektakulär aus.
Die Fahrt dauert so drei Stunden, die Straße ist zweispurig und hat praktisch eine durchgehende Sperrlinie. So hänge ich mit meinem flotten Cabrio laufend einem lahmen Ami am Hinterrad und muss immer warten, bis er ranfährt und was beautifules fotografiert. Bei Sonne und Wolken machen wir unseren Trail. Die Tour ist heute einfach, dauert nur 4 Stunden, geht auch mal durch einen Bambuswald und am Ende ist -mal wieder- ein Wasserfall. Nina will auf keinem Fall schon wieder vor einem Wasserfall stehen, also gibt es heute kein Zielfoto. An diesem Trail sind auch die Seven Pools, eine Reihe von Becken an der Mündung des Pipiwai Rivers. Normalerweise ist das ein schöner Bach, der durch die Pools plätschert. Heute aber ist es ein reißender Fluss. Auch ohne Badeverbot wäre da wohl keiner reingegangen.
 
Auf der Rücktour schauen wir noch am Hookipabeach den Wellenreitern, Wind- und Kitesurfern zu. Neben dem Spreckelsvillebeach ist es ein bekanntes Revier mit zuverlässig hohen Wellen.

 
 
Noch am 40. Tag habe ich mich gefreut, dass wir alles noch beieinander haben. Zu früh. Beim letzten Flug ist mein Koffer mit einem anständigen Riss angekommen. Auch Ninas hat was abbekommen. Muss ich jetzt erst mal tapen. Hoffentlich halten die Dinger durch. Unser Fotoapparat hat wohl übel genommen, dass ich mit ihm in der Brandung war. Jetzt gehen die Menues nicht mehr und er fährt dauernd unaufgefordert sein Rohr aus. Zu guter Letzt hat sich nun noch mein USB am Laptop verabschiedet und erkennt kein Gerät mehr. Alles nichts existentielles. Müsste mich bloß mal kümmern. Aber morgen ist erst mal der Krater dran. Hoffentlich bei gutem Wetter.   G&A

 
 
 

Sonntag, 16. Dezember 2012

Tag 47 - von Kauai nach Maui


So! Nun geht's mal anders lang. Kontrastprogramm. Immer wenn wir fertig vom Berg kommen, drehen sich die Leute am Beach zum vorletzten Mal auf die andere Seite. Und wenn wir schwitzend durch die Cliffs klettern, schwirrt der VIP Touri mit einem kühlen Bud in der Hand im Hubschrauber über uns rum und beguckt sich alles von oben.
Wir sind jetzt auf Maui und das ist Hawaii aus dem Prospekt. Also wird jetzt ein Cabrio gemietet und die Promenade rauf und runter gefahren, im hier ruhigen Meer geplanscht und faul in der Sonne gelegen. Bis zum Abwinken. Zumindest für heute.
Morgens war wieder mal Kofferpacken, zum Airport, Auto abgeben, Flug mit Hawaii Airlines, Mietauto besorgen, zum Hotel fahren. Das wird sich noch zwei Mal wiederholen. Diese Transite fressen immer fast den ganzen Tag auf.

Abends sind wir dann noch oben offen nach Lahaina gefahren. Dort ist Party. Hier bei uns in Kihei ist tote Hose. Unterwegs ist noch Sonnenuntergang gucken. Lahaina ist ein alter Walfängerort, in der Altstadt ist vieles noch erhalten, jetzt natürlich mit touristischen Funktionen. In der Frontstreet reihen sich Geschäfte und Kneipen. In vielen ist Livemusik und wir haben zu tun, überall mal reinzuhorchen. Die Musik ist gut und das Publikum angenehm. Leider kann ich nicht so viel Longboard Beer trinken, wie ich möchte, muss ja noch fahren.
Bis morgen  G&A

Samstag, 15. Dezember 2012

Tag 46 - Nualolo Valley - Kauai Hawaii


Sieht das wie eine Straße in de Berge aus? Natürlich nicht. Meine Navi-Nina hat eine Abfahrt verpasst, (lag aber an der Karte) und so lernen wir auch das flache Südwestende von Kauai mal kennen. Außer eine US Basis ist da aber nix. Wir aber wollen in die Berge!
Diese Insel hat einen richtigen riesigen Canyon in ihrer Mitte. Zum Meer fallen die Cliffs über 1000 m ab. Das wollen wir sehen. Die Anfahrt ist lang und führt uns bis zum Ende der Bergstraße. Von dieser gehen zahlreiche Wanderwege ab, wir nehmen den Nualolo Trail, der klingt so schön. Zuerst geht es ganz unspektakulär 2 Stunden stetig bergab durch den Wald. Dann öffnet sich die Vegetation, erste Talblicke und unser erstes Ziel werden sichtbar. Noch eine knappe Stunde nun sehr schönen Weges über das Cliff  und wir sind da. Der Ausblick ist der Wahnsinn. Auf ein Foto geht das nicht rauf, deshab nun ein Video:

Weil alles so gut läuft und das Wetter wieder super ist, disponieren wir um nehmen den Querweg um das Valley, den Nualolo Cliff Trail, der hat nur zwei Meilen. Dort gibt es nochmals einen spektakulären Blick in das Tal und auf's Meer.

Von dort geht es dann im etwas mühseligen Aufstieg den Awaawapuhi Trail wieder zurück zur Bergstraße. Leider kommen wir woanders an und müssen noch zwei Meilen die Straße lang zum Auto zurück. Nach insgesamt gut 12 Meilen oder knapp 20 km Auf und Ab sind wir nun wieder mal etwas platt im Hotel zurück. Aber dieser Ausblick ist doch wohl aller Mühen wert.
G&A






Tag 45 - Hanakapia Falls Trail Kauai Hawaii


Endlich wieder Wandertag. Und schöne Bilder. Nach einem guten Frühstück in Ono's Bar in Kapaa fahren wir mit unserem völlig überteuereten Mietauto an die Nordseite der Insel. Kauai hat keine komplette Ringstraße, im Norden sind die Cliffs so hoch und so dicht am Meer, dass kein Durchkommen mehr ist. Am Ende der Sraße beginnt der Kalalau Trail, eine Küstenwanderstrecke über 16 Meilen. Auch der hat einen Endpunkt in den Cliffs und man muß ihn wieder zurück gehen. Das ist aber eine Zweitagestour mit Campen und so. Nix für uns. Also gehen wir den Kalalau bis zur Hanakapiai Beach und dann den Hanakapia (ein Gebirgsbach)  hoch bis zum Wasserfall.
Links ist der Ausgangspunkt, die Kee Beach. Es geht über gute Wege bergauf und über zwei Cliffs zur Hanakapia Beach. Wir haben echt Glück mit dem Wetter, es ist sonnig, kaum Regen. Wie an so vielen Inseln gibt es auch hier einen großen Unterschied zwischen den bergigen Norden, an denen die Wolken hängen bleiben und abregnen und den trockenen sonnigen Süden mit den Urlauberstränden. Ganz in der Nähe ist Mount Waialeale, der regenreichste Ort der Welt mit 350 Regentagen und 12 m (!) Niederschlag im Jahr.
Mehrere Schilder weisen darauf hin, dass hier mit unserem Pacific nicht zu spaßen ist. Vom Baden wird dringend abgeraten. Es gibt eine starke Querströmung und in den letzten Jahren sind einige der besserwissenden Touris hier zum letzten Mal in ihrem Leben Schwimmen gewesen. Das lassen wir dann doch und gehen landeinwärts dem Bach (oder Fluß) entlang bergauf. Es wird dschungeliger. Der Hanakapia ist mehrmals zu überqueren. manchmal kann man über die Steine hüpfen, einmal gehts nicht ohne Schuhe ausziehen.
Wir erreichen nach 2 Stunden den Hanakapia Falls. Im Pool des Wasserfalls kann man super mal baden gehen. Nina kneift. Nachdem ihr Günni wieder trocken ist, machen wir uns auf den Rückweg. Am Kee Beach angekommen, gehen wir nochmal ordentlich im Pacific baden. Dieser Beach hat Lavaklippen und ist einer der wenigen Stellen, an denen die Brandung einen nicht dauernd umwirft. Nun geht es zurück bis Princeville. Im dortigen Pub oder wie immer das hier heißt, probieren wir mal Schrimps mit Kokosmilch. Schmeckt absolut super. An der Bar kommen wir schnell mit paar Einheimischen und Ami-Touris ins Quasseln. Inzwischen wird es draussen dunkel. Zurück in Kanaa gibts noch ein Longboard-Beer in der Heimat-Bar und dann ist bloggen angesagt. Zum Schluss noch zwei Bilder, weils heute so schön war.
Steinmänchenversammlung am Hanakapia Beach
 

Eine ordentlich Welle am gleichen Beach - Baden verboten


 

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Tag 44 – von Oahu nach Kauai Hawaii



Heute ist wieder ein Reisetag und es gibt nicht so viel zu berichten. Nach dem wir gestern Abend nochmal am Waikiki lang sind und Sushi probiert haben, mussten wir heute unser schönes Hotel verlassen. Bis man seine Koffer gepackt, das Auto abgegeben und umhergeshuttelt ist, ist der Vormittag um und wir sitzen einmal mehr auf dem Airport. Diesmal ist es ein Inlandsflug von Oahu nach Kauai, der westlichen Nachbarinsel. Die wird auch Garteninsel genannt, weil alles so grün ist (und so feucht). Wieder werden wir aus einer Glitzerwelt in die Pampa gebeamt.

Kapaa, so heißt der Ort an der Ostküste mit angeblich 20.000 Einwohnern, sieht aus wie ein Kaff im mittleren Westen. Allerdings liegt unser Hotel direkt am Pacific, wie fast alles auf diese kleinen Insel und es sind ordentliche Wellen am Strand. Leider sieht man das auf dem Bild nicht so. Immerhin stehen die Schilder am Strand, die vor der Gefahr warnen, wohl nicht umsonst da. Aber im Zweifelsfalle gibte es  ja noch den Beach und den Pool.
Unser Auto ist diesmal ein abgelegter James Bond. Die Einheimischen bevorzugen eher das nebenstehende Modell mit einer zusätzlichen Etage zwischen Fahrgestell und Karosse. Geländegängiger sind die Dinger auch nicht, aber die Amis finden sie wohl cooler. Gestern hatten wir auch schon mal so eine eigenartige Begegnung mit den Gewohnheiten der einheimischen Bevölkerung.
In Haleiwa, an der Nordspitze von Oahu, wurde im Reiseführer ein Laden angepriesen, in dem man Shave Ice unbedingt probieren soll. Also haben wir nichtsahnend zwei Portionen bestellt. Und danach weggeschmissen. Das Mädel hat einen Eisblock (ganz normales Wasser) aus dem Gefrierschrank geholt und mittels einer Art Bohrmaschine in Schnee geschreddert. Darauf kommt dann nach Wunsch der Geschmack aus der Platikflasche. Ein quietschbuntes, eklig süßes Sirupzeug, das alles durchdringt und intensiv nach falschem Aroma schmeck. Mal echt widerlich!
Überhaupt die Amis. Ist schon so ein Volk. Man hat den Eindruck, dass sich alle Amerikaner am Ende der Pubertät entscheiden, ob sie den Sport-Weg gehen oder den Fat-Way. Dazwischen gibt es wohl nicht viel. Und genau so ist das Land auch aufgebaut. Bestimmt 70% aller Essmöglichkeiten ist Fast-Food. Die alles überlagernde Werbung geht einen etwas auf den Wecker, vor allem weil sie so blöd ist. Dann gibt es den anderen Teil der Leute, die alle aussehen als ob sie beim Ironman mitmachen wollen oder bei einer Miss-Wahl. Die spinnen, die Amis.
Okay, morgen werden wir mal den Kalalau Trail an der Nordküste ausprobieren. Hoffentlich hält das Wetter, dann gibts bestimmt auch wieder schönere Bilder.
G&A